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Warum bringt meine alte Website keine Anfragen?

Eine Website kann an drei Stellen scheitern: Sie wird nicht gefunden, sie überzeugt nicht, oder niemand weiß, wie es weitergeht. Mit dieser Prüfliste finden Sie in einer Stunde heraus, wo es bei Ihnen hakt.

Kurz gesagt Eine alte Website bringt meist aus einem von drei Gründen keine Anfragen: Google findet sie nicht, sie funktioniert am Handy oder in der Ladezeit schlecht, oder Besucher sehen nicht, wie sie Kontakt aufnehmen. Mit der Prüfliste in diesem Beitrag finden Sie die Ursache in etwa einer Stunde.

Warum kommen keine Anfragen?

Meist wird die Seite nicht gefunden, sie überzeugt am Handy nicht, oder der Weg zur Anfrage ist unklar.

Fehlende Anfragen haben meist eine von drei Ursachen. Entweder findet niemand die Seite, oder die Besucher kommen, bleiben aber nicht, oder sie bleiben und wissen nicht, wie sie Kontakt aufnehmen. Welche Ursache bei Ihnen vorliegt, entscheidet über die Maßnahme.

Nehmen Sie sich eine Stunde und gehen Sie die Prüfliste durch. Sie brauchen dafür Ihr Handy, einen Rechner und den Zugang zu Ihrer Website. Notieren Sie, was auffällt, ohne sofort zu ändern. Erst wenn die Ursache feststeht, lohnt sich die Arbeit.

Kennt Google Ihre Seite überhaupt?

Das zeigt das URL-⁠Prüftool der Google Search Console; ein noindex oder eine Sperre in der robots.txt hält die Seite aus dem Index.

Geben Sie den Namen Ihres Betriebs und Ihren Ort bei Google ein. Erscheint Ihre Seite nicht, kann das daran liegen, dass sie neu ist, dass sie für Google gesperrt wurde oder dass sie keine Anhaltspunkte liefert, worum es geht.

Genau das zeigt die Google Search Console. Das URL-⁠Prüftool sagt Ihnen, ob eine Seite im Index steht, ob das Crawlen erlaubt ist und ob die Indexierung zulässig ist. Steht dort „Nein“, enthält die Seite meist eine Anweisung namens noindex, die Google den Eintrag in den Index verbietet. Das passiert häufig, wenn eine Testseite versehentlich live geht.

Auch eine gesperrte Datei robots.txt kann Seiten ausschließen. Die Search Console erlaubt, die Indexierung einer Seite zu beantragen. Eine Garantie, dass sie im Index erscheint, gibt es nicht. Hilfe dazu finden Sie in der Google-Hilfe unter „Warum wird meine Seite nicht in der Google Suche angezeigt?“.

Kennt Google die Seite, entscheidet der Titel mit. Er soll auf jeder Seite anders sein, beschreiben, worum es geht, und knapp bleiben. Ein Titel wie „Startseite“ sagt weder Google noch Kunden etwas. Besser: Leistung, Ort und Name, zum Beispiel „Steuerberatung in Musterstadt | Beispiel und Partner“. Google kann Titel allerdings umschreiben.

Warum werden Sie vor Ort nicht gefunden, trotz Seite?

Lokale Suchen ordnen Google nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; ohne gepflegtes Profil und Bewertungen hilft die Website allein wenig.

Wer „Maler in der Nähe“ oder „Zahnarzt Musterstadt“ sucht, bekommt zuerst Karte und Profile. Google ordnet diese Einträge nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Bekanntheit zählen laut Google Rezensionen und Bewertungen. Eine gute Website allein hilft hier wenig, wenn es kein gepflegtes Profil gibt.

Prüfen Sie deshalb, ob Ihr Betrieb bei Google Maps steht, ob Anschrift, Öffnungszeiten und Telefonnummer stimmen und ob Kunden Sie bewertet haben. Die Schritte dazu stehen in Wie richte ich ein Google-Unternehmensprofil ein?. Nennen Sie auf der Website die Orte, in denen Sie arbeiten, in normalen Sätzen und nicht als Wortliste.

Funktioniert die Seite am Handy?

Google bewertet die mobile Fassung; prüfen Sie am eigenen Handy, ob alles lesbar ist und die Nummer antippbar.

Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Fassung einer Seite. Inhalte, die nur am Rechner erscheinen, zählen dort nicht. Google hat die Umstellung abgeschlossen und crawlt seit Juli 2024 auch die letzten Websites nur noch mit dem Smartphone-Googlebot. Eine Seite, die auf dem Handy schlecht bedienbar ist, schadet also doppelt.

Den Mobile-Friendly-Test von Google gibt es nicht mehr; Google verweist auf Lighthouse im Browser Chrome. Einfacher ist ein Praxistest: Öffnen Sie Ihre Seite auf dem eigenen Handy, im Hochformat, mit Daumen und ohne Zoom. Lässt sich die Telefonnummer antippen? Sind Texte lesbar? Stehen Leistungen und Ort ohne langes Scrollen da?

Lädt die Seite schnell genug?

Als gut gelten laut Google ein größter sichtbarer Inhalt in höchstens 2,5 Sekunden; PageSpeed Insights zeigt Ihre Werte.

Die Ladezeit misst Google mit den Core Web Vitals. Als gut gelten laut Google ein größter sichtbarer Inhalt (LCP) in höchstens 2,5 Sekunden, eine Reaktion auf Eingaben (INP) in höchstens 200 Millisekunden und eine Verschiebung des Layouts (CLS) von höchstens 0,1. Bewertet wird das 75. Perzentil der Aufrufe.

Das prüfen Sie mit PageSpeed Insights, indem Sie Ihre Adresse eingeben und das Ergebnis für Mobilgeräte lesen. Dort stehen Labordaten, die ein simuliertes Gerät misst, und, wenn genug Besucher da sind, Felddaten von echten Nutzern aus den letzten 28 Tagen. Bei kleinen Seiten fehlen die Felddaten oft.

Nehmen Sie die Werte als grobe Orientierung. Google selbst empfiehlt, sie nicht zu überschätzen, und verspricht für bessere Werte keine bessere Platzierung. Bremsen können zu große Fotos, viele Schriften und Skripte von Fremdanbietern sein. Ihr Dienstleister kann sie benennen.

Wissen Besucher, wie sie Kontakt aufnehmen?

Prüfen Sie, ob ein Fremder in fünf Sekunden findet, was Sie tun, wo Sie arbeiten und wie er Sie erreicht.

Für den Kontaktweg gibt es keine amtliche Vorschrift und keine Google-Regel, nur Erfahrung. Prüfen Sie ihn mit einer einfachen Frage: Findet ein Fremder in fünf Sekunden heraus, was Sie tun, wo Sie arbeiten und wie er Sie erreicht? Wenn nicht, steckt hier die Lücke.

Setzen Sie Telefonnummer und Ort sichtbar nach oben, machen Sie die Nummer auf dem Handy antippbar und nennen Sie einen zweiten Weg, etwa ein kurzes Formular. Je weniger Pflichtfelder, desto eher wird es ausgefüllt. Sagen Sie, was nach der Anfrage passiert und bis wann Sie antworten.

Kontrollieren Sie, ob alle Angaben stimmen: Alte Telefonnummern, nicht mehr besetzte Adressen oder frühere Öffnungszeiten kosten Anfragen. Dieselben Angaben stehen im Google-Profil. Sie sollten übereinstimmen.

Wirkt die Seite vertrauenswürdig und vollständig?

Dazu zählen HTTPS, ein vollständiges Impressum, aktuelle Referenzen mit eigenen Fotos und echte Bewertungen.

Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie an HTTPS in der Adresse. Google wertet HTTPS seit 2014 als leichtes Signal für die Platzierung, und Formulare dürfen Daten nur verschlüsselt übertragen. Fehlt HTTPS, fragen Sie Ihren Anbieter nach der Umstellung.

Ein vollständiges Impressum gehört dazu. Nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz müssen die Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Was drinstehen muss, steht in Was muss ins Impressum einer Firmenwebsite?.

Zeigen Sie, dass es den Betrieb gibt und er arbeitet: eigene Fotos fertiger Arbeiten mit Ort und kurzer Beschreibung, aktuelle Referenzen, Bewertungen von echten Kunden. Zeigen Sie Bewertungen auf der eigenen Seite, ist nach § 5b Absatz 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wesentlich, ob und wie Sie sicherstellen, dass sie von echten Kunden stammen.

Wie entscheiden Sie nach der Prüfung?

Sind wenige Punkte offen, genügt eine Überarbeitung; häufen sich die Lücken, lohnt der Vergleich der Wege.

Haken Sie diese Punkte ab und notieren Sie die Lücken.

  • Name und Ort bei Google eingegeben: Die Seite erscheint
  • Search Console: Seite im Index, Crawlen und Indexierung zulässig
  • Titel je Seite verschieden, mit Gewerk, Ort und Name
  • Google Maps: Profil vorhanden, Angaben stimmen, Bewertungen gepflegt
  • Seite auf dem Handy getestet: lesbar, Nummer antippbar, Leistungen schnell sichtbar
  • PageSpeed Insights für Mobilgeräte gelesen, größte Bremsen benannt
  • Telefon, Ort und Anfrageweg in fünf Sekunden auffindbar
  • HTTPS, vollständiges Impressum, aktuelle Referenzen und Fotos

Sind nur wenige Punkte offen, genügt oft eine Überarbeitung. Häufen sich die Lücken, hilft ein Vergleich der Wege in Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb? und Was gehört auf die Website eines kleinen Betriebs?.

Wer seine neue Website erst ansehen will, bevor er entscheidet: So arbeiten wir.

Quellen

  1. Google Search Console-Hilfe, „URL-⁠Prüftool“ und „Einzelne Seite prüfen und Fehler beheben“
  2. Google Search Central, „Block Search Indexing with noindex“
  3. Google Search Central, „Influencing Title Links in Google Search“
  4. Google Unternehmensprofil-Hilfe, „Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern“
  5. Google Search Central, „Mobile-first Indexing Best Practices“ und Blog „Mobile-first indexing has landed“
  6. Google Search Central Blog, „The Search Console mobile friendly testing tool (retired)“
  7. web.dev, „Web Vitals“; Google, „About PageSpeed Insights“
  8. Google Search Central, „Understanding Google Page Experience“
  9. Google Search Central Blog, „HTTPS as a ranking signal“ (2014)
  10. Digitale-Dienste-Gesetz, § 5; Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 5b

Stand: 14. Oktober 2026

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